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Philosophie

In Bezug auf die Physiotherapie verstehen wir die im systemischen Kontext

Physiotherapie ist ein alter Berufsstand mit einer über 100 jährigen Tradition.
Nach heutigen modernen Erkenntnissen der Neurowissenschaften zeigt sich jedoch immer mehr, dass diese klare Trennung zwischen Physis und Psyche einerseits, aber auch zwischen einem körperlichen Geschehen und der Umwelt nicht mehr den Kenntnissen des 21. Jahrhunderts entspricht.

Wir verstehen daher die Physiotherapie in ihrem jeweiligen Kontext der Symptome und entsprechend auch die Interventionen.

Das Inneres System

Das Gehirn reguliert das Zusammenspiel aller Funktionen im Inneren, von Muskelaktivitäten, dem Zusammenspiel von Organen, der Herz-Lungen-Tätigkeiten, dem hormonellen System, dem Autonomen Nervensystem, dem sexuellen Sinn, des Verstandes, den erlernten Stressreaktionen etc.
Im Sinne der Physiotherapie in diesem System geht es darum, den Unterschied zwischen Input-Problemen (wenn eine Störung peripher auftritt und mit Schmerz etc. Signale ans Gehirn sendet), Processing Problemen (wenn die Störung so lange anhält, dass bereits der innere Prozess im Gehirn sich verändert hat) und dem Output-Problem (Eine Schädigung, die aufgrund dauerhafter Störung entstanden, den Weg vom Gehirn in Richtung Peripherie auftritt) heraus zu arbeiten.

Es geht darum, der KlientIn diese Zusammenhänge plausibel zu machen, sodass die Interventionen als sinnvoll erlebt werden und zu einer Unterschiedsbildung beitragen, die eine Annäherung an gewünschte Zustände untersützen.

Das Äußere System

Es gibt unterschiedliche Situationen im äußeren System (Familie, Arbeit/Schule, Sport, Musizieren, Tanz, etc.), die so viele Fehlbelastungen oder unerfüllbare Anforderungen abverlangen, dass das Innere System darauf hin Störungen entwickelt.
Hier geht es um die Ergonomie am Arbeitsplatz, die psychosoziale Situation, und wie diese durch Veränderungen der Bewegungsmuster besser verarbeitet und umgesetzt werden können.
Hier kann dann auch klar erarbeitet werden, wo die Grenzen liegen, Anforderungen des Äußeren System durch das Innere System kompensieren zu können.

All diese Überlegungen spiegeln sich auch in der

International Classification of Functioning


der WHO wieder, die sich im Unterschied zu dem ICD10 Schlüssel (auch WHO) der Symptome und Pathologien an der Funktion und der psychosozialen Teilhabe orientieren.